Grüne treffen Rote – Grüne/BI-Fraktion bei der Feuerwehr (02.07.2009)
Pressemitteilung
Die sehr aufschlussreichen Informationen des Stadtbrandinspektors Andreas Baumbusch und seines Stellvertreters Jürgen Becker auf der letzten Jahreshauptversammlung (JHV) der Feuerwehr, nahmen die Grünen-Fraktionäre Peter Graff und Roland Kreyscher zum Anlass, die beiden Feuerwehr-Chefs zu einer Fraktionssitzung einzuladen. Der rege Informations- und Gedankenaustausch – bei dem auch die finanziellen Aspekte des Brandschutzes zur Sprache kamen – wurde nun letzte Woche bei einem Gegenbesuch in der Feuerwehrzentrale Dreieich an der Hainer Chaussee fortgesetzt. Peter Graff: „Wir erhielten bei einer sehr kompetenten und ausführlichen Führung der beiden hauptamtlichen obersten Feuerwehrleute einen Einblick in die wichtige und unverzichtbare Arbeit der Feuerwehr. Aber auch einen Eindruck von den Problemen und Schwierigkeiten, mit denen die Wehren zu kämpfen haben.“ Wie bereits auf der JHV von der Wehrführung thematisiert, leidet die Entwicklung der Wehren erkennbar an einem Mangel an aktiven freiwilligen Kräften. Mehr Hauptamtliche wären eine Lösung, sind aber derzeit kaum bezahlbar. Die Einrichtung eines Ausbildungsplatzes für eine/n Feuerwehrmann/-frau war ein erster Schritt in die richtige Richtung, der mit dem Wirtschaftsplan 2009 gegangen wurde.
„Wir beobachten diese Entwicklung mit Sorge, haben aber auch zur Kenntnis genommen, dass mit der jüngeren Generation ein neues Wir-Gefühl der Dreieicher Feuerwehr entsteht, das keine Stadtteilgrenzen mehr kennt“, berichtet Jörg Roggenbuck. „Das ist eine erfreuliche Entwicklung, die nach über 30 Jahren Stadt Dreieich spät einsetzt, aber nicht zu spät.“
Die Zentrale an der Hainer Chaussee steht ständig in Verbindung mit der Notfallzentrale in Dietzenbach. So wird für die sinnvolle Benachrichtigung der verschiedenen Feuerwehren gesorgt. Z. B. wird die rechtzeitige Erreichbarkeit des Sprendlinger Nordens in Notfällen dadurch gewährleistet, dass die im Süden von Neu-Isenburg stationierten Kollegen einspringen. Gleiches gilt selbstverständlich in ähnlichen Fällen auch für alle anderen Nachbarstädte, jeweils auf Gegenseitigkeit.
Bei einem geführten Rundgang waren alle Teilnehmer beeindruckt von der Technik und der Organisation:
- Die Reinigung und Wartung der Schläuche, der Atemschutzgeräte und der schweren Spezialschutz-Gummianzüge ließen erahnen, wie anstrengend aber auch verantwortungs- und gefahrvoll der „Brand- und Katastrophenschutz“ ist.
- Fasziniert von der ausgeklügelten Technik und zweckmäßigen Ausrüstung der Feuerwehrfahrzeuge besichtigten die Grünen-VertreterInnen auch den kompletten Fuhrpark der Sprendlinger Feuerwehr, wo bestimmte Einsatzfahrzeuge zentral für ganz Dreieich stehen.
- Großes Interesse fand die Vorführung einer Wärmebildkamera, die das Auffinden von Menschen in stark verqualmten Einsatzorten erleichtert bzw. oft erst ermöglicht.
Grünen-Sprecher Roland Kreyscher: „Wir haben den Wunsch der Wehrführung zur Kenntnis genommen, die Ausstattung der Wehren durch die Anschaffung von zwei neuen Wärmebildkameras weiter zu verbessern.“
Nach über zwei Stunden endete der Besuch der Grünen-Fraktionäre und ihrer Stadträtin Virginia Molata. Ihr Fazit: „Durchweg positiv beeindruckt – wir sind uns mit Hr. Baumbusch und Hr. Becker einig, dass die Grünen und „die Roten“ künftig regelmäßig in Kontakt bleiben wollen.“
Gez. Jörg Roggenbuck
gez. Roland Kreyscher
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