Mit vereinten Kräften für die RTW nach Dreieich (18.09.2009)

Positive Signale für eine Durchbindung der Regionaltangente West (RTW) an die Dreieichbahn

Eine Antragsinitiative der GRÜNE/BI-Fraktion erhält nun auf breiter Front Unterstützung. Im Februar hatte das Stadtparlament einstimmig beschlossen: „ (…) Die Optionen für eine mögliche Durchbindung der RTW an die Dreieichbahn soll für die Zukunft offen gehalten werden. Es sind dazu sämtliche Bedingungen zu prüfen und zu benennen, unter denen eine Verlegung der RTW-Trasse zwischen Neu-Isenburg und Buchschlag auf die Ostseite des Schienenstranges möglich ist (…).“ Unterstützt durch die ´Nutzerinitiative Dreieichbahn´ hatten die Grünen darauf hingewiesen, dass ohne politische Intervention die RTW künftig am S-Bahnhof Buchschlag auf der Westseite enden wird und somit eine Weiterführung auf den Gleisen der Dreieichbahn Richtung Rödermark/Dieburg für alle Zukunft unmöglich würde. Eine ähnliche Initiative hatte auch die Stadt Rödermark ergriffen.
Inzwischen liegen die Beschlüsse aus Dreieich und Rödermark via Kreisverkehrsgesellschaft (KVG) auch dem Aufsichtsratsvorsitzenden der RTW-Planungsgesellschaft und Frankfurter Verkehrsdezernenten Lutz Sikorski vor. Dieser signalisiert Unterstützung: In einem Schreiben an die Grünen-Kreistagsfraktion teilt Sikorski mit, dass die Geschäftsführung der RTW GmbH aufgenommen hat, dass für den Kreis Offenbach die Präferenz klar auf der Variante Dreieichbahngleis liegt. Die geforderte Überprüfung der Ausführungsvarianten werde bis Mai 2010 dauern. Sikorski weiter: „Sofern es gelingt, mit dem Umbau des Bahnhofes in Dreieich-Buchschlag für die RTW auch die Voraussetzungen für häufigere Fahrten der Dreieichbahn nach Frankfurt zu verbessern, werde ich dies gerne unterstützen.“
Grünen-Sprecher Roland Kreyscher dazu: „Das klingt hoffnungsvoll, ich erwarte allerdings, dass die von uns geforderte Kosten-Nutzenanalyse, auf der Basis neuester Erkenntnisse der schienengebundenen Nahverkehrstechnik erfolgt.“ Danach wäre die sehr kostenintensive Elektrifizierung der Dreieichbahnstrecke, wie bisher unterstellt, nicht erforderlich. Kreyscher: „Entscheidend ist, dass das Tunnelbauwerk für die RTW-Trasse in Neu-Isenburg auf der Ostseite einen Abzweig nach Buchschlag erhält – alles andere wäre eine schlimme Fehlplanung.“ Derzeit ist das Thema RTW auch Gegenstand der Beratungen im Rahmen der erneuten Offenlage des Regionalen Flächennutzungsplans (RegFNP). Die städtischen Ausschüsse haben in dieser Woche die Stellungnahme der Stadt Dreieich beraten und eine entsprechende Änderung der RegFNP zugunsten der RTW-Trasse Richtung Dreieichbahn einhellig befürwortet. Die Grünen im Kreistag werden dazu auch eine entsprechende Initiative starten.
Auch beim Kanditaten-Check der Grünen zur Landratswahl war die Planung der RTW im Kreis Offenbach ein Punkt, bei dem Frank Kaufmann (MdL) den Kandidaten auf den Zahn gefühlt hat: Unisono unterstützen die Landratsaspiranten die von den Grünen initiierte Forderung nach einer Planung zugunsten der Dreieichbahn-Variante.
Roland Kreyscher: „Wir freuen uns natürlich über jede Unterstützung und werden den neuen Landrat sicher an seine Wahlaussage erinnern, wenn es so weit ist. Unabhängig davon werden wir weiterhin beharrlich an diesem Thema dran bleiben.“

gez. Roland Kreyscher


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