Baugebiet Heckenborn: Online-Bürgerbefragung ergibt klares Meinungsbild (13.04.2010)
Zwei Drittel der TeilnehmerInnen lehnen die aktuelle Planung ab!
„Gefühlsmäßig haben wir dieses Abstimmungsergebnis zwar erwartet. Dass sich die Ablehnung des geplanten Baugebiets jedoch so eindeutig bestätigen würde, überrascht uns dann doch“, kommentiert Fraktionssprecher Roland Kreyscher das Ergebnis der Bürgerbefragung via Internet.
Vom 25. März bis zum vergangenen Samstag, 10. April hatten die Dreieicher GRÜNEN eine Online-Abstimmung angeboten zu der Frage „Wie beurteilen Sie die Entwicklung des Baugebiets "Heckenborn" und würden Sie eine Alternative zur aktuellen Planung befürworten?“
Die recht hohe Zahl der TeilnehmerInnen ist für die GRÜNEN ein deutlicher Hinweis darauf, dass das Thema die Menschen offenbar bewegt. Kreyscher: „444 Personen haben teilgenommen – das ist ein signifikanter Wert, der dem Meinungsbild erhebliches Gewicht gibt.“
Die GRÜNEN sind sich im Klaren darüber, dass das Abstimmungsergebnis nicht repräsentativ sein kann, jedoch: „Es wird schwierig für CDU und SPD – die den Bebauungsplan voran treiben wollen – dieses Meinungsbild zu ignorieren, die Ablehnung ist einfach zu groß!“
Und so haben die TeilnehmerInnen der Bürgerbefragung zu den möglichen Antworten abgestimmt:
Ich befürworte die Alternative einer "Randbebauung Herrnröther Str." (50 WE) = 160 Stimmen (36,04%)
Ich lehne jegliche Bebauung dort ab = 141 St. (31,76%)
Ich befürworte die aktuelle Planung 'Heckenborn' (270 WE) = 138 St. (31,08%)
Mir ist es egal, macht was ihr wollt = 5 St. (1,13%).
„Überaus erfreulich“ nennt es Sprecher-Kollegin Heidi Soboll, dass die von ihnen in die Diskussion eingebrachte Alternative einer Randbebauung entlang der Herrnröther Str. in Sprendlingen, offenbar eine gute Kompromisslösung sein könnte, schließlich hat sie die größte Zustimmung: „Die Leute haben offenbar verstanden, dass ein alternativer Entwurf nötig ist. Allein schon, weil die städtischen Grundstücke vermarktet werden müssen, um die bereits verausgabten Planungskosten von 1 Mio. Euro zu kompensieren.“
Die GRÜNEN kündigen an, das Instrument der Online-Bürgerbefragung künftig punktuell auch zu anderen Fragen der Kommunalpolitik einsetzen zu wollen.
gez. Roland Kreyscher
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