Ein schöner Erfolg: Die RTW kommt wohl auf der Ostseite nach Buchschlag! (24.06.2010)
Vorzugsvariante ermöglicht Durchbindung der Regionaltangente West (RTW) an die Dreieichbahn
Die Antragsinitiative der GRÜNE/BI-Fraktion, die das Dreieicher Stadtparlament einstimmig im Februar 2009 beschlossen hatte, scheint nun für die GRÜNEN und v. a. für die NahverkehrsnutzerInnnen in Dreieich erfolgreich zu sein. Die Forderung: „ (...) Die Optionen für eine mögliche Durchbindung der RTW an die Dreieichbahn soll für die Zukunft offen gehalten werden. Es sind dazu sämtliche Bedingungen zu prüfen und zu benennen, unter denen eine Verlegung der RTW-Trasse zwischen Neu-Isenburg und Buchschlag auf die Ostseite des Schienenstranges möglich ist (...).“
„Wir sind sehr erleichtert, dass die zu planende Vorzugsvariante der RTW, alle Optionen für eine zukünftige Weiterführung auf der Dreieichbahnstrecke offen lässt. Das ist eine wirklich gute Nachricht für Dreieich und alle NutzerInnen des ÖPNV“, sagt der GRÜNEN-Fraktionssprecher Roland Kreyscher.
Was die GRÜNEN so optimistisch stimmt, ist ein Vortrag des Dreieicher Planungs- und Verkehrsdezernenten Martin Burlon im letzten Bauausschuss Ende Mai. Dort wurde – grafisch dargestellt – die Trassenführung der RTW nach Dreieich-Buchschlag eindeutig als „Vorzugsvariante Ostseite“ vorgestellt. Entscheidend dabei: Das Tunnelbauwerk für die RTW-Trasse in Neu-Isenburg erhält einen Abzweig nach Buchschlag auf der Ostseite und nicht wie ursprünglich geplant im Westen der S-Bahngleise.
Der entscheidende Hinweis, dass hier u. U. ein gravierender Planungsfehler passieren könnte, kam von der 'Nutzerinitiative Dreieichbahn'. Die hatte die GRÜNEN darauf hingewiesen, dass ohne politische Intervention die RTW künftig am S-Bahnhof Buchschlag auf der Westseite enden wird und somit eine Weiterführung auf den Gleisen der Dreieichbahn Richtung Rödermark/Dieburg für alle Zukunft unmöglich würde.
Kreyscher: „Es hat sich offenbar gelohnt, dass sich unsere KollegInnen der Grünen-Kreistagsfraktion direkt an den Aufsichtsratsvorsitzenden der RTW-Planungsgesellschaft und Frankfurter Verkehrsdezernenten Lutz Sikorski gewandt hatten.“ Sikorski hatte bereits im September 2009 in einem Schreiben an die Grünen-Kreistagsfraktion Unterstützung signalisiert. Kreyscher weiter: „Wir gehen nun davon aus, dass auch die Kosten-Nutzenanalyse – auf der Basis neuester Erkenntnisse der schienengebundenen Nahverkehrstechnik – die Wirtschaftlichkeit der Trassenführung bestätigt.“
Laut Rahmenterminplan für das Projekt RTW ist die Grundlagenermittlung und Ausarbeitung der Trassenvarianten bereits erfolgt und bis November sollen die vertiefenden Planungen der weiterzuverfolgenden Varianten abgeschlossen sein. Danach folgt die Entwicklung von Finanzierungsmodellen und bis November 2011 soll auch das parlamentarische Verfahren zur Beschlussfassung über das weitere Vorgehen beendet sein.
„Es spricht nun alles dafür, dass eine schlimme Fehlplanung verhindert werden kann. Wegen deren Schlafmützigkeit, hätten sich sowohl die ehemalige Dreieicher Verkehrsdezernentin Andrea Mühl, aber auch die Kreis-Verkehrsdezernentin Claudia Jäger die absehbaren Nachteile für Dreieich und den Kreis Offenbach ankreiden lassen müssen“, äußert sich Roland Kreyscher abschließend.
gez. Roland Kreyscher
RTW Abschnitt Kreis Offenbach (PDF)
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