Sommerstammtisch der GRÜNEN Dreieich (22.07.2010)

Diesmal zu Gast: Die freiwilligen Feuerwehren

Sehr erfreut waren die GRÜNEN über die rege Teilnahme der Dreieicher Feuerwehren beim Sommerstammtisch am 19. Juli im Faselstall Dreieichenhain. Neben Stadtbrandinspektor Andreas Baumbusch und seinem Stellvertreter Jürgen Becker (im Bild von rechts) nahmen sieben weitere Vertreter der Wehrführungen aus Buchschlag, Sprendlingen, Dreieichenhain und Offenthal teil. Aufmerksame Zuhörer der GRÜNE/BI-Fraktion waren unter anderen Roland Kreyscher und Jörg Roggenbuck (im Bild 1. und 3. v.l.).

Die Feuerwehren zu Gast beim Sommerstammtisch

“Mit der Einladung wollen wir den seit über einem Jahr aufgebauten guten Kontakt zu den Verantwortlichen der Dreieicher Feuerwehren weiter ausbauen und auch in Zukunft pflegen“, erläutert Fraktionssprecher Roland Kreyscher die Hintergründe. Im Führjahr und Sommer 2009 hatte die Fraktion die Wehrführung zu Gast und besuchte den Feuerwehrstandort an der Hainer Chaussee. Das Aufeinanderzugehen wurde im Jahresbericht 2009 vom Stadtbrandinspektor ausdrücklich positiv erwähnt.

Folgende Themen kamen an diesem lauschigen Sommerabend bei Apfelwein und Wasser in der sehr angenehmen Gesprächsatmosphäre zur Sprache:

Durchaus erfreulich erscheint die Entwicklung im Bereich der Jugendfeuerwehr, da seit 2009 nun auch Götzenhain ein Angebot für Kinder und Jugendliche hat. Erwähnenswert auch, dass der Anteil der Mädchen und Frauen wächst und bereits ca. 10% der Aktiven ausmacht. Neu sind die Bemühungen, in Zusammenarbeit mit dem Integrationsbüro der Stadt verstärkt junge Leute mit Migrationshintergrund für die Mitarbeit bei den Wehren zu gewinnen. Auch gibt es erste Erfolge, obwohl das Image der Feuerwehr in vielen der Herkunftsländer stark staatlich/militärisch geprägt ist. „Das war für uns eine neue Erkenntnis, dass das Prinzip der freiwilligen, zivil organisierten Feuerwehr einmalig auf der Welt ist. Das zu vermitteln scheint der Schlüssel zu sein, um ausländische Kinder und Jugendliche für die Feuerwehr zu begeistern“, erläutert der migrationspolitische Sprecher der Grünen Jörg Roggenbuck.

Nachdenklich stimmte die GRÜNEN, dass die Aktiven der Feuerwehr eine nachlassende, wenn nicht fehlende Anerkennung der freiwilligen Arbeit der FW in der Gesellschaft allgemein, aber auch in der Politik feststellen. „Das ist keine gute Entwicklung und wirkt sicher nicht motivierend auf die Aktiven und v. a. den Nachwuchs. Die Sicherheit, welche die Feuerwehr gewährleistet, scheint für die meisten Menschen allzu selbstverständlich – man wählt die 112 und es wird einem geholfen. Dass dahinter persönliches, ehrenamtliches Engagement – nicht selten unter Einsatz von Leib und Leben – steht, das zwangsläufig auch mit Belastungen für die Familien der Aktiven verbunden ist, bleibt im Verborgenen“, sagt Fraktionssprecherin Heidi Soboll und will das in der Grüne/BI-Fraktion zum Thema machen.

Ein unbeliebtes Thema wurde an diesem Abend nicht außen vor gelassen: Feuerwehr in Zeiten erhöhten Spardrucks. Dazu der finanzpolitische Sprecher der Fraktion, Peter Graff: „Wir haben das Thema offen und ehrlich angesprochen, was von den Verantwortlichen der Feuerwehren durchaus positiv aufgenommen wurde. Die verstärkten Konsolidierungsanstrengungen, werden auch an der Feuerwehr nicht spurlos vorbei gehen können. Daher war unsere Botschaft: Es ist besser, wenn die betroffenen eigene Vorschläge für ihren Beitrag machen. Laien aus Politik und Verwaltung fehlt dafür der nötige Sachverstand, wie das Beispiel der FDP-Fraktion in den Haushaltsberatungen Ende 2009 gezeigt hat.“

Durchaus beruhigend war die Auskunft der Feuerwehrmänner, dass die Zunahme an extremen Wetterlagen wie Sturm, Starkregen, Schnee und Eis als Folgen des Klimawandels auch in Dreieich registriert werden. Die Ausrüstung und Kapazität der Wehren, darauf aber vorbereitet ist, wenn auch nicht jeder Keller so schnell ausgepumpt werden kann, wie es die Betroffenen sich verständlicherweise wünschen.

Ausführlich wurde das Thema öffentliche Wahrnehmung und Würdigung der Feuerwehrarbeit diskutiert: „Auch wir haben festgestellt, dass – abgesehen von Berichten über brisante Einsätze – die Arbeit der Feuerwehr und deren Vereine z.B. in der Presse eher als Randnotizen vorkommen. Das durchaus positive Image kommt dabei nicht rüber“, stellt Roland Kreyscher fest. Die öffentliche Darstellung halten die GRÜNEN für durchaus verbesserungswürdig und -fähig. „Es wäre z.B. durchaus angebracht, wenn die Stadt eine „Leitseite“ für die Feuerwehr in ihre Internetpräsenz einbaut. Mit der Suchanfrage ´Feuerwehr´ gelangt man lediglich zu einer Übersicht der Stadtteilwehren und den Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehren Götzenhain / Offenthal.“ Die Homepages der Stadtteilwehren ließen sich gut über eine Domain „Feuerwehr-Dreieich.de“ verlinken.

Letztlich lässt sich durch geeignete Schulungen auch die originäre PR-Arbeit der Feuerwehr ausbauen und verbessern. „Das alles, um das Selbstverständnis der Feuerwehrfrauen und -männer unter dem Motto RETTEN, LÖSCHEN, BERGEN, SCHÜTZEN den Nutzern dieser Dienstleistungen besser zu vermitteln. Schließlich tun sie es nicht um ihretwillen und ...freiwillig.“

gez. Roland Kreyscher


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Ort: Flughafen, Terminal 1
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Fahrt zum Flughafen via Ffm Hbf mit der S-Bahn 11:08 oder 11:23 Uhr ab Buchschlag.
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