Solarkraftwerk auf der Deponie Buchschlag kommt (29.07.2010)
Ministerin bestätigt: „Es könnte noch in diesem Jahr losgehen.“
„Die Botschaft höre ich gerne, allein: Mir fehlt etwas der Glaube. Schließlich warten wir schon lange auf diese Nachricht. Aber natürlich bin ich froh, dass nach über zwei Jahren des Bohrens und Nachhakens nun endlich Bewegung in die Sache zu kommen scheint“, kommentiert Grünen-Fraktionssprecher Roland Kreyscher die Antwort der Hessischen Umweltministerin Lautenschläger auf eine Kleine Anfrage des Grünen-MdL Frank Kaufmann.
“Bereits bei unserem Besuch auf dem Deponiegelände im November 2008 hatten wir den Eindruck, die Verhandlungen zwischen der Stadt Frankfurt, dem Hessenforst und anderen Landesbehörden könnten die Realisierung des Projekts verzögern. Das daraus fast zwei Jahre geworden sind, ist zwar bedauerlich, aber wir sind erfreut zu hören, dass das Solarkraftwerk in Buchschlag nun bald gebaut werden soll.“
Die Ministerin weist in ihrem Schreiben auch entsprechend darauf hin, dass die Abstimmungen und Behördengespräche sich schwieriger gestaltet haben als erwartet. Bereits seit 2007 wurde zwischen städtischen Ämtern und zu beteiligenden Behörden verhandelt.
'Die Landesregierung begrüßt die Absicht der Stadt Frankfurt, auf dem Deponiegelände durch den Bau von Photovoltaikanlagen (PV-Anlage) umweltfreundliche Technologien zur Energieerzeugung einzusetzen' schreibt Frau Lautenschläger.
Dass die Errichtung einer PV-Anlage möglich ist, hatten die GRÜNEN bereits Anfang 2008 recherchiert. Nun bestätigt das Umweltministerium, dass auf dem Plateau der Deponie eine Fläche von rund 5 ha zur Verfügung stehen, die sich für die Errichtung und den Betrieb eines Solarkraftwerks eignen.
Roland Kreyscher: „Mit einer etwas zügigeren und entschlosseneren Verhandlungsführung, könnten schon seit über einem Jahr ca. 350 Haushalte von der Deponie mit Solarenergie versorgt werden. Etliche tausend Tonnen des Treibhausgases CO2 wären einzusparen gewesen.“
Die GRÜNEN bleiben skeptisch und wachsam. Zwar stehen die Verhandlungen über die Verpachtung der benötigten Grundstücksflächen kurz vor dem Abschluss, aber: „Diese Voraussetzung für konkrete Vertragsverhandlungen mit potenziellen Betreibern einer PV-Anlage muss wohl erst noch geschaffen werden“, erläutert Kreyscher die Aussage der Umweltministerin.
gez. Roland Kreyscher
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