Verwaltungsumzug von Dreieichenhain in das Rathaus Sprendlingen (26.01.2011)
GRÜNE/BI-Fraktion hakt nach – offizielle Anfrage eingereicht
„Über zwei Jahre lang eine eindeutige Beschlusslage, aber anscheinend ist nichts passiert, damit die Alte Schule in Dreieichenhain verkauft und damit die Haushaltsbilanz der Stadt verbessert werden kann“, erläutert Fraktionssprecher Roland Kreyscher den Anlass, warum seine Fraktion dazu nun eine offizielle Anfrage gestartet hat.
Der Hintergrund: Ende 2008 hatte die Stadtverordnetenversammlung auf Initiative der GRÜNEN-Fraktion einstimmig den Beschluss gefasst, dass ...
„die Alte Schule in Dreieichenhain verkauft werden soll. Der Magistrat wird deshalb beauftragt, sämtliche organisatorische und sonstige Voraussetzungen zu prüfen, die einen kurzfristigen Umzug der städtischen Mitarbeiter ermöglichen. Ein Bericht soll vorgelegt werden, in dem auch zu Zwischenlösungen Stellung genommen wird.“
Begründet hatten die GRÜNEN ihren Antrag zum Haushalt 2009 damit, dass es angesichts der wirtschaftlichen Lage der Stadt Dreieich nahe liegend ist, die Alte Schule in Dreieichenhain zu verkaufen und damit die Schulden- und Zinslast zu reduzieren. Die Alte Schule wird z. Zt. von der Verwaltungsabteilung Planung und Bau genutzt. Ein Umzug dieser Abteilung wurde bisher erst für den Fall der Realisierung des neuen Bauhofes vorgesehen. Da sich jedoch der neue Bauhof noch nicht einmal in der Planungsphase befand, sollte geprüft werden, wie die Mitarbeiter der Abteilung zwischenzeitlich untergebracht werden können, um den Verkauf der Alten Schule schon vorher zu ermöglichen. Kreyscher: „Trotz Nachfragens im Juni 2009 liegt bis heute weder ein aussagefähiger Bericht vor, noch ist uns ein Konzept bekannt, wie und vor allem wann der Umzug von statten gehen wird. Bekannt gegeben wurde nur, es gäbe eine Arbeitsgruppe, die ein Konzept entwickeln soll.“
Den GRÜNEN ist das ´Projekt Umzug´ so wichtig, weil ihrer Meinung nach mit dieser Maßnahme die städtische Haushaltsbilanz längst hätte verbessert werden können, auch wegen der Unterhaltungskosten, die künftig entfallen würden. Zumal der zuständige Dezernent sein Dienstzimmer im Sprendlinger Rathaus hat, die MitarbeiterInnen aber in Dreieichenhain sitzen.
Kreyscher: „Vor dem Hintergrund der prekären Finanzsituation ein notwendiger Schritt. Nach nunmehr weiteren eineinhalb Jahren erwarten wir, dass nun zügig ein Konzept für die Aufgabe und den Verkauf der Alten Schule vorgelegt wird. Wenn dafür Zwischenlösungen erforderlich sein sollten, dann müssen diese eben in die Wege geleitet werden. Das kann auch bedeuten, dass vorübergehend Provisorien erforderlich sind – der Verkauf hat Priorität. Wir wissen, dass es bereits Interessenten für das Objekt gegeben hat.“
gez. Roland Kreyscher
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