Solarstrom von der Mülldeponie: GRÜNE begrüßen die aktuelle Entwicklung (06.08.2011)
„Ein wesentlicher Beitrag zur Energiewende in Dreieich – der Anfang ist gemacht.“
Die GRÜNEN begrüßen ausdrücklich das Engagement der Dreieicher Stadtwerke, sich aktiv am Bau einer Photovoltaik-Anlage auf dem ehemaligen Deponiegelände in Buchschlag zu beteiligen.
Roland Kreyscher, Sprecher der Grünen/BI-Fraktion: „Nach vielen Jahren des Bohrens und Nachhakens auf allen möglichen Ebenen, sind wir – und ich im Besonderen – mehr als zufrieden, dass dieses Projekt nun endlich realisiert wird.“
Wie Ende Juli offiziell bekannt wurde, werden die Stadtwerke und die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) das Projekt gemeinsam stemmen. „Das ist sinnvoll“, meint Kreyscher, denn „ein Investitionsvolumen von bis zu 6 Mio. Euro, wäre für die Stadtwerke allein wohl ein etwas zu dicker Brocken geworden und an der Finanzierung sollte dieses sinnvolle Projekt nun wirklich nicht scheitern.“
Auf einer Fläche von über 100.000 qm sollen Solarmodule installiert werden, mit denen mehr als 500 Haushalte mit echtem „Grünen Strom“ versorgt werden können – das wären ca. zehn Prozent des in Dreieich verbrauchten Stroms. Kreyscher: „Das übertrifft sogar noch unsere recht konservativen Berechnungen, bei denen wir von ca. 300 bis 400 Haushalten ausgingen – eine erfreuliche Entwicklung und das direkt vor der Haustüre. Das ist ein wesentlicher Beitrag zur Energiewende in Dreieich – der Anfang ist gemacht.“ Sehr positiv bewerten die GRÜNEN, dass sich auch die BürgerInnen an der Betreibergesellschaft für die Anlage beteiligen können.
Die GRÜNEN erinnern daran, dass ihre ersten Vorschläge für eine solche Anlage vor ca. 4 Jahren noch milde belächelt wurden. Zwar fand das Projekt von Anfang an großen Zuspruch bei der Bevölkerung, nicht jedoch in der Politik. „In meinen Landtagswahlkämpfen 2008 und 2009 hatte ich mich intensiv für dieses Projekt eingesetzt, aber auch vom hiesigen Landtagsabgeordneten keine Unterstützung erhalten.“ Um so erfreulicher, dass nun der Durchbruch gelungen ist.
Für die Dreieicher GRÜNEN ist dieses Projekt auch symbolisch für die Energiewende, die nun auch in Dreieich seit den Ereignissen in Japan und der Kommunalwahl im März konkrete Formen annimmt. „Der neue Aufsichtsrat der Stadtwerke hat offenbar schon erste Akzente gesetzt, das ist sehr zu begrüßen.“
Die GRÜNEN gehen nun davon aus, dass sich in absehbarer Zeit auch die Angebotspolitik der Stadtwerke verändern wird, was den Ökostrom-Tarif betrifft. Denn: „Das PURelectra-Angebot basiert auf einem Zertifikate-Handel, dem so genannte RECS-Zertifkate (Renewable Energy Certificate System) zugrunde liegen. Diese sind ob ihrer Transparenz, Vertrauenswürdigkeit und Wirksamkeit sehr umstritten und daher kein echtes Grün-Stromangebot das die VerbraucherInnen überzeugt.“
Kreyscher abschließend: „Ich gehe davon aus, dass spätestens mit Inbetriebnahme der Solaranlage in Buchschlag auch ein entsprechender Grün-Stromtarif aufgelegt wird. Ich bin zwar seit etlichen Jahren Stromkunde bei einem der vier anerkannten Ökostrom-Lieferanten, aber das wäre dann der Zeitpunkt wieder Stromkunde bei unseren Stadtwerken zu werden, sofern das Angebot konkurrenzfähig ist.“
gez. Roland Kreyscher
Übersicht aller Pressemitteilungen
Vorherige Pressemitteilung
Kernbereich Sprendlingen: GRÜNE sehen gleich mehrere Chancen „Nicht wieder das Pferd von hinten aufzäumen.“ (19.06.2011)
Nächste Pressemitteilung
Übertragung der Sportplätze: GRÜNE mahnen zur Zurückhaltung der Politik „Die CDU gefährdet mit ihrem kopflosen Vorpreschen die Verhandlungen.“ (15.09.2011)












