Jochen Lindenfeld

1969 in Frankfurt geboren, im Westend als Kinderladenkind zwischen besetzten Häusern und Frankfurter Schule aufgewachsen. Auch wenn in Windeln sicher noch kein politisches Bewusstsein wächst – bin ich doch sicher, dass mich die Zeit, der Ort und das Umfeld geprägt haben. In der Grundschule am Sachsenhäuser Berg war ich mitten in Frankfurts Villenviertel (damals 200m Luftlinie von Walter Wallmanns Privathaus) mit meinem Regenbogen-Pulli und „Atomkraft? Nein Danke!“-Button ein absoluter Exot – aber kein Außenseiter. So versuche ich bis heute die guten Kräfte aus beiden „Lagern“ zu verbinden. Das Bild des Klassenfeinds hat mir schon damals nicht gefallen. Als Jugendlicher war ich dann in der Friedens- und Anti-AKW-Bewegung aktiv, war drei Jahre Oberstufensprecher und Redaktionschef des Schillerfalters an der Frankfurter Schillerschule.
Die Abkapselung eines Heranwachsenden fällt bei einem Kind von „Hippie-Eltern“ dann überraschend aus: als Erstwähler 1990 überzeugt CDU gewählt, sonntags Kirchgang und nach Abitur und Zivildienst die Kaufmännische Lehre. Später dann doch immer wieder der Gedanke bei den Grünen aktives Mitglied zu werden. Nach zwei Jahren in einer Frankfurter Marketing-Agentur Redaktionsarbeit bei einem privaten Fernsehsender in Aschaffenburg und Würzburg. Danach Mitarbeiter und Gesellschafter in einer Aschaffenburger Agentur und seit 1997 geschäftsführender Gesellschafter bei „improve – Die Image-Agentur GmbH“. Die Agentur hat inzwischen ihren Sitz in Sprendlingen, wo ich nach 8 Jahren Neu-Isenburg jetzt auch wohne.
Etwa seit 2005 kommt bei mir eine starke Verbindung zur Natur zurück, wie ich sie so vielleicht nicht einmal als Kind kannte. Angefangen bei der Ernährung, intensiven Wanderungen und bewusstem Einkaufen hat die Idee der biologischen Nachhaltigkeit bei mir inzwischen fast jeden Lebensbereich erreicht. Mehrere Geschäftsideen, die gelebten Naturschutz mit wirtschaftlich motiviertem Handeln verbinden, trage ich seit dem im Herzen. Mein nächster großer Schritt wird es sein, diese Elemente in meinem Agenturalltag auch umzusetzen. Und natürlich bringe ich schon heute mein Marketing-Wissen und meine Erfahrungen mit Öffentlichkeitsarbeit in den grünen Ortsverband Dreieich mit ein. Meine Arbeit für den Vorstand macht mir nicht nur Spaß – sondern ich glaube, dass es in Dreieich genügend Menschen gibt, mit denen wir etwas bewegen können: in Richtung einer lebenswerten und naturnahen Stadt. Grün wirkt – auch in Dreieich.












